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Wie komme ich in eine Diskothek, ohne Eintritt zu bezahlen?

Ich arbeite auf der ganzen Welt als DJ und ich liebe meinen Beruf. Ich darf dort Geld verdienen, wo andere Leute ihre Freizeit verbringen – in Diskotheken. Das ist cool.
In vielen Ländern ist es allerdings unglaublich teuer, in eine Diskothek reinzukommen. In Paris zum Beispiel ist es in manchen Diskotheken normal, 30 oder sogar 40 Euro Eintritt zu bezahlen. Und in Brasilien gibt es Promi-Diskos, wo du an der Tür einen Hunderter lassen musst. Bescheuert!
Immer wieder denken sich Gäste darum die verrücktesten Dinge aus, um den Eintrittspreis zu sparen.
Manche verkleiden sich als Polizist oder Notarzt und behaupten, sie müssten in die Disko, um einen Notfall zu behandeln.
Andere verkleiden sich als Kellner und sagen einfach, sie würden zur Crew gehören.
Wieder andere behaupten, sie wären Rockstars, Schauspieler oder Supermodels, die dann selbstverständlich als Gäste keinen Eintritt bezahlen müssen. (Das führt dazu, dass manche Gäste, die wirklich Rockstars oder Schauspieler sind, auch nicht reinkommen, weil die Türsteher sie wieder nur für Abstauber halten!)
Ein Gast in Moskau hat sich sogar mal als ich verkleidet, also als Jakob M. Leonhardt. Gegenüber dem Türsteher behauptete er, er wäre der DJ des Abends. Dumm nur, dass ich gerade selbst an der Tür stand und mir ziemlich sicher war, dass ich ich war und nicht er!
Lustig fand ich auch den Typen, der sich als Pizzabote tarnte und meinte, dass Gäste in der Diskothek eine Pizza geordert hätten.
Und ein weiblicher Gast behauptete, sie wäre die neue Putzfrau und müsste jetzt unbedingt die Tanzfläche wischen. Als Beweis hatte sie einen Eimer und einen Lappen dabei.
Ich finde, dass die phantasievollsten Lügen belohnt werden sollten – indem man die Lügner wirklich umsonst in die Disko lässt.

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Bauch-Aufschlitzen für Anfänger

Früher mussten die Samurai oft Selbstmord begehen. Wenn zum Beispiel ihr Anführer getötet worden ist oder sie in einem Kampf unterlegen waren, dann war es für sie eine Frage der Ehre, freiwillig aus dem Leben zu scheiden.
Klar, es ist ziemlich bescheuert, so etwas zu tun. Aber so waren sie im alten Japan halt drauf.
Diesen rituellen Selbstmord nennt man auf Japanisch übrigens Seppuku – und nicht Harakiri, wie man hier in Deutschland oft sagt.
Der alte Samurai, den ich in Japan einmal kennengelernt habe, hat mir folgende Geschichte erzählt: Er wollte als junger Mann unbedingt wissen, wie es sich anfühlt, wenn man sich den Bauch aufschlitzt. Aber er wollte sich deswegen nicht gleich umbringen.
Dann hatte er Glück, denn er bekam eine schlimme Blinddarmentzündung und musste operiert werden. Er bat den Chirurgen, der ihm den Blinddarm entfernen wollte, die Operation ohne Narkose durchzuführen. Nach der OP wusste der Samurai also, wie sich Seppuku anfühlt. Und dass es verdammt weh tut.

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Der Samurai und sein Schwert

Als ich das letzte Mal in Japan war, habe ich einen ungewöhnlichen alten Mann kennengelernt. Er war der Nachfahre einer berühmten, alten Samuraifamilie und wir haben uns angefreundet.
Er hat mich in sein Haus in Tokio eingeladen und mir dort das altehrwürdige Familienschwert gezeigt, das er in einer alten, lackierten Holzschatulle aufbewahrte. Ich durfte das Schwert in die Hand nehmen und war überrascht, wie schwer es war. Er aber konnte damit umgehen, als wäre es leicht wie eine Feder. Das war ziemlich beeindruckend. Obwohl der Mann schon alt war, war er immer noch fit und trainiert!


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