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Verkehrschaos

Wie ihr wisst, treibe ich mich auf der ganzen Welt herum. Das bringt mein Beruf als DJ so mit sich.
Immer wieder finde ich mich daher am Steuer eines Autos wieder, und muss mir meinen Weg durch den Dschungel einer Großstadt bahnen.
Seit längerem frage ich mich, welche Stadt eigentlich das größte Verkehrschaos zu bieten hat. Hier ein paar Vorschläge:

Kairo: Es ist einfacher eine Robot-Ameise durch einen Ameisenhaufen zu navigieren, als ein Auto durch Kairo.

Jakarta: Kurz nachdem Carl Benz das Automobil erfunden hat, haben andere Leute die so genannten Verkehrsregeln erfunden. Ihr wisst schon: Ampeln, Stoppschilder, Rechts vor links. An dem Tag haben die Indonesier leider in der Schule gefehlt. Es gibt in Jakarta keine Verkehrsregeln. Das Chaos ist perfekt.

Los Angeles: Um da klar zu kommen, brauchst du keinen Führerschein, sondern eine Pilotenlizenz.

Tokio: Man sollte als Autofahrer schwindelfrei sein, denn es kann sein, dass die Highways in fünf Stockwerken übereinander führen. Du kommst dir nicht vor wie auf einer Straße, sondern wie auf einer Achterbahn.

Rom: Die Straßen in einigen Vierteln sind so schmal, dass eigentlich nur ein Mofa durchpasst. Sagt dir aber keiner. Du merkst es erst, wenn du komische Geräusche hörst und sich dein Auto auf einmal zwischen zwei Häusern festklemmt.

Mexiko-City: Zu manchen Uhrzeiten könnt ihr euer Auto einfach auf der Straße abstellen und einen Burito essen gehen. Der Verkehr bewegt sich sowieso nicht. Wenn ihr zwei Stunden später wiederkommt, steigt ihr ein, fahrt den Wagen zwei Meter nach vorne, und geht dann wieder etwas essen.

Bangkok: Setzt euch in einen Sportwagen und macht ein Wettrennen mit einem Fußgänger. Wenn der Fußgänger sein Ziel schneller erreicht als ihr, dann seid ihr in Bangkok. Das Wort „Bangkok“ bedeutet auf Thailändisch „Stau“ (vermute ich jedenfalls).

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